Festgeldkonto – sichere Geldanlage mit attraktiver Rendite

Ein Festgeldkonto wird in der Regel kostenlos geführt. Das Festgeldkonto bietet für einen definierten Zeitraum einen festangelegten und garantierten Zinssatz. So bleibt der Zinssatz von möglichen Zinsschwankungen verschont. Der Anleger sollte sich also vorab entscheiden, wie lange er die gewünschte Summe anlegen möchte. Denkbar sind Zeiträume von einem Monat bis hin zu mehreren Jahren. Dabei werden die Zinskonditionen attraktiver, je länger die Laufzeit der Geldanlage ist. Da die Festgeldzinsen bei einer Anlage von einem Monat jedoch sehr gering ausfallen, ist in diesem Fall die Anlage in Tagesgeld ratsamer.

Interessant werden die gebotenen Zinsen ab einer Laufzeit von 12 Monaten. Hier stimmt das Verhältnis zwischen Rendite und Bindung. Der Zinssatz ist nicht nur abhängig von der Laufzeit sondern manchmal auch von der Höhe der Geldeinlage. Jedoch sollte man bei Geldanlagen im Ausland beachten, dass die Geldanlagen in der Höhe nicht so umfassend geschützt sind, wie Anlagen in Deutschland bei einer Bank, welche Mitglied des deutschen Einlagensicherungsfonds ist.

Nach Laufzeitende wird entweder das angesparte Geld und die Zinsvergütung ausgezahlt oder um eine vordefinierte Zeit verlängert. Trotz Zinssatzgarantie für die gesamte Laufzeit muss mit Zinseinbußen gerechnet werden, wenn angelegtes Geld schon früher benötigt wird. In der Regel ist jedoch ein Zugriff auf das Geld während der Anlagezeit nicht vorgesehen.

Aufgepasst bei versteckten Kosten und Gebühren! Oft treten Kosten wie Kontoführungsgebühren, Kosten und Gebühren für Auszahlungen und Kosten für Serviceleistungen auf. Kontoführungsgebühren fallen selten an, da die Verwaltung eines Festgeldkontos sehr gering ausfällt. Kosten für Serviceleistungen werden erhoben, wenn der Kunde Schriftverkehr zum Beispiel das Zusenden von Kontoauszügen auf dem Postweg wünscht. Auch bei Festgeldkonten ist es notwendig einen Freistellungsauftrag zu stellen. Eine Kündigung des Festgeldkontos ist nicht ohne weiteres möglich, da es einer festgelegten Kündigungsfrist unterliegt. Diese variiert von Bank zu Bank. In der Regel verlängert sich der Festgeldvertrag nach Ablauf der Laufzeit, wenn er nicht innerhalb der Frist gekündigt wurde. Hat man die Termine im Blick, kann man rechtzeitig auf veränderte Zinssätze reagieren und im Falle höherer Zinserträge bei einer anderen Bank wechseln.

Ein Festgeldkonto erhält man sowohl bei der Hausbank als auch bei den zahlreichen Direktbanken. Welche Bank die Richtige ist, entscheiden die persönlichen Ansprüche, die man an die Bank stellt. Die Filialbank wird die erste Wahl sein, wenn man Wert legt auf eine persönliche Beratung durch die Bankangestellten. Ein Tagesgeldkonto bei einer Direktbank ist das Richtige, wenn man auf eine persönliche Beratung und Serviceleistungen verzichten kann und seine Bankgeschäfte online erledigt. Bei Problemen oder Fragen ist eine telefonische Kontaktierung jedoch immer möglich, ebenso der Schriftverkehr per E-Mail oder dem Postweg. Lohnenswert kann eine Direktbank schon deshalb sein, weil die Bank die geringen Personal- und Verwaltungskosten an ihre Anleger weitergibt.

So einfach die Eröffnung eines Festgeldkontos auch ist, so ratsamer ist zuvor ein Vergleich, denn Mindesteinlagen, Zinserträge, Laufzeiten, Kosten und Gebühren können unterschiedlich sein. Ein Vergleich ist notwendig, wenn man die optimalen Zinsen für die Spareinlage erhalten möchte.

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